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  1. Älter werden

    April 20, 2012 by Kai

    Es ist schon so eine Sache, mit dem älter werden. Ein Prozess, den an jeder durchläuft, aber nicht beschreiben kann. Umso älter man wird, desto unterschiedlicher wird dieser Prozess. Man kann aber konstatieren, dass man viele Dinge tut, die man früher nicht tat.

    Man verändert seine Interessen, seinen Kleidungsstil oder die Musik, die man hört. Neben den Äußerlichkeiten verhindert man aber auch sein Inneres. Einige werden bedächtiger, andere nicht. Denken ist eben ein Privileg, was einigen vorenthalten bleibt.


  2. Abfinden

    April 3, 2012 by Kai

    Sich mit etwas abfinden. Die Akzeptanz einer Tatsache gegen den eigenen Willen aus Machtlosigkeit, Hilflosigkeit oder dergleichen. Es liegt in der Sache der Natur, dass es eine Paradoxie enthält.

    Im Geschäftsleben kennen wir die Abfindung ebenfalls wieder. Geld. Als mildernden Umstand einer Vertragstrennung (Kündigung) um die Tatsache und den damit verbundenen möglichen Schmerz zu lindern oder Verbindlichkeiten gegenüber Dritter abzufangen. Eine Gabe.

    Wenn man sich mit etwas abgefunden hat, hat man auch etwas akzeptiert. Ein Kapitel ist abgeschlossen und es werden keine neuen Zielen geschrieben. Damit muss man sich abfinden – auch als Leser.


  3. Zuhause

    Februar 1, 2012 by Kai

    “Zu Hause sein”, was bedeutet das eigentlich? Es ist mehr als nur ein Wohnsitz, an dem man die Post schicken lässt. In einem Musikstück heißt es: “Zu Hause ist, wo es Freunde hat”. Also ist zu Hause ein Ort, in dem wir uns wohlfühlen, und vertraute Menschen um uns herum haben. Es ist ein Ort, an dem wir so sind, wie wir sind. Ohne Knigge oder andere auferlegte Verhaltensweisen, die uns durch den Tag bringen.

    Was tun aber Menschen, die gar kein Zuhause haben? Den Wert von “Zuhause” lässt sich daran bemessen, wenn man sich vor Augen führt, was auf einmal nicht mehr möglich ist. Was passiert also, wenn euer Platz der Geborgenheit plötzlich fehlen würde?


  4. Eine Enttäuschung verändert alles

    Dezember 29, 2011 by Kai

    Eine Enttäuschung zu erfahren, ist in vielerlei Hinsicht ein schweres Leid. Die Floskel »eine Enttäuschung hinnehmen« impliziert bereits, dass dieser Erfahrung eine Hilflosigkeit mitschwingt. Denn gegen die Ursache oder den Auslöser kann man nichts machen, man ist ihm einfach ausgeliefert. Ob man das nun gut findet oder nicht. Es ist eine Tatsache.

    Hinzukommt, dass neben der Hilflosigkeit auch oftmals ein Vertrauensbruch stattfindet. Oftmals heißt nicht immer und das ist wichtig. Denn ebenfalls im Wort steckt die Täuschung, dass der Auslöser nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Unser Hirn versetzt dabei alle Alarmsensoren in Rufbereitschaft. Wir werden sehr hellhörig und empfindlich, wenn etwas die Muster durchbricht.

    Das Schlimmste jedoch ist, selbst nach verarbeiten des Ereignisses: Nichts ist mehr, wie es einmal gewesen ist. Ist das nicht enttäuschend?


  5. Toleranz

    Dezember 29, 2011 by Kai

    Wikipedia sagt über Toleranz:

    Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Gemeint ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung unterschiedlicher Individuen.

    Bist Du tolerant? Und bevor Du aus gesellschaftlicher Gewohnheit mit Ja antwortest: ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.

    Wie gut bist Du im Gewährenlassen fremder Überzeugungen?


  6. Intelligenz ist nicht Bildung

    Dezember 22, 2011 by Kai

    Dass unser Bildungssystem nicht das Beste ist, darüber lässt sich sicherlich lange streiten. Es gibt jedoch eine Sache, die mich besonders stört: Intelligenz mit Bildung zu verwechseln. Oder umgekehrt. Allein die Differenzierung dieser Begriffe, die im alltäglichen Gebrauch so nah beieinander liegen, zeigt diesen Denkfehler in vollem Umfang.

    Während Bildung eine Summe aus Erziehung, sozialem Wohlstand, Persönlichkeit und Möglichkeiten ist, kann man sich Intelligenz nicht aneignen. Es gibt intelligente als auch weniger talentierte Menschen, die über einen sehr hohen Bildungsgrad verfügen. Es gibt jedoch relativ wenige Menschen, die mit einem niedrigen Bildungsniveau und hohe Intelligenz auftrumpfen können. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil unsere Leistungsgesellschaft auf Bildung und nicht auf Intelligenz ausgelegt ist. Richtig spannend wird es, wenn Bildung und Intelligenz aufeinander treffen.


  7. Mutter Natur

    Dezember 21, 2011 by Kai

    Wir bezeichnen unseren Planeten als Mutter Natur. Dahinter steht jedoch mehr als ein nur geläufiger Begriff. Denn Mutter Natur ist oftmals das, was wir als Menschen nicht sein können. Es mag uns nicht immer gerecht erscheinen. Aber die moralische Ungerechtigkeiten wenn ein Junges zur Beute wird, hat ebenfalls eine Gewichtung für eine ausgewogene Balance. Auch wenn wir dies nicht immer auf den 1. Blick sehen.

    Mutter Natur schenkt uns nicht nur Lebensraum, sondern auch atemberaubende Einblicke in den selbigen. Nicht nur geschneit, berichtet ein jeder darüber. In der Fotografie gibt es atemberaubende und unglaublich schöne Abbildungen unserer Welt. Leider muss man auch sagen, dass die schönsten Ecken dieses Planeten dadurch erhalten bleiben, weil der Mensch dort nicht hinein gepfuscht hat.


  8. gebrochene Äste

    Dezember 9, 2011 by Kai

    Hast Du schon mal versucht einen Ast zu brechen? Alte und trockene Äste lassen sich gut zerbrechen, es macht “knacks” und er ist durch. Bei jungen, frischen Ästen sieht es manchmal etwas anders aus. Die sind widerspenstig, flexibel und lassen sich biegen.

    “Den Bogen nicht überspannen” heißt es im Volksmund. Eine Weisheit aus dem Mittelalter, wo Bogenschützen ihre Waffe nicht zerstören sollten. Mit dem Ast verhält es sich ähnlich, wenn man einen frischen, gesunden und vielleicht saftigen Ast hat, dann kann man den verbiegen. Aber wehe man zerreißen die ersten Fasern – der Ast bricht zu einem Drittel oder zur Hälfte. Die Wunde und somit der Knick in der Zeit verheilt nur langsam – genauso langsam, wie der Ast am Baum emporwuchs.

    Wenn ihr das nächste Mal eine Bindung brecht, dann seid euch stets bewusst: Es dauert eine Zeit. Ein entzweiter Ast wird nie wieder zusammen wachsen.


  9. Gewicht einer Botschaft

    Dezember 1, 2011 by Kai

    Das Gewicht einer Botschaft kann man oft an Ihrer Beförderung erkennen. Die Nachricht an sich verändert sich nicht, die Botschaft ist identisch. Ein “Priorität: hoch” ist in E-Mails zwar zu belächeln, jedoch beschreibt das Mittel auch das Gewicht.
    Eine E-Mail ist eine E-Mail. Ein Tweet ist ein Tweet. Ein Brief ist ein Brief. Eine Postkarte…

    Es gibt in diesen Gewichtsklassen aber noch Unterschiede. Ein Brief zum Beispiel, kann maschinell und ohne Unterschrift gültig sein, mit Unterschrift, mit handschriftlicher Unterschrift. Ich habe heute einen handschriftlichen Brief zur Post gebracht und diesen auch altmodisch abgesendet. Die Geschwindigkeit ist manchmal nicht entscheidend aber die Ausdrucksweise.

    Wie wichtig wird mir meine Mitteilung wohl gewesen sein?


  10. Wieso macht er das?

    November 15, 2011 by Kai

    Hast Du dich schon mal gefragt, wieso eine Person etwas tut? Wieso er sich in einer Situation verhält, wieso er vielleicht etwas sagt oder eben nicht sagt? Soweit ist das sicherlich im allgemeinen Gebrauch nichts verwunderliches. Wie oft hast du diese Frage aber an den Menschen gestellt, der das Verhalten an den Tag gelegt hat?

    Es ist wichtig zu wissen, welche Beweggründe jemand hat etwas zu tun oder zu lassen. Entweder weiß er mehr oder ihm sind bestimmte Fakten nicht bekannt. Selbst wenn ihr nicht zu einer Meinungsdeckung kommt, fördert dies euer Verständnis für Toleranz.

    Wann habt ihr das letzte Mal ausgesprochen: Wieso hast Du mich nicht gefragt?